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November 12, 2016

Meine Arbeit – Teil 2

Hallo allerseits,

heute kommt der versprochene 2. Bericht über meine andere Einsatzstelle, über den MCC Sargent Thrift Shop. Haben jetzt alle ein Macklemore Ohrwurm ? Gut. Hatte ich nämlich die ersten 2 Wochen..

Ich arbeite in diesem Thrift Shop neben meiner Arbeit in der Kirche die anderen 2 1/2 Tage, d.h. Montag Vormittag, Donnerstag und Freitag. Montags hat der Shop nicht geöffnet, dort wird aber die Meiste Arbeit erledigt und es kommen auch die meisten Freiwilligen. Wir nehmen also Spenden an, säubern, testen und sortieren dann, bevor die einzelnen Waren/Klamotten einen Preis bekommen und dann in der Verkaufsfläche landen.

Das ist auch hauptsächlich mein Job dort. Im Unterschied zu meiner Vorgängerin arbeite ich aber Hautsächlich mit Hauswaren, dazu gehört dann so ziemlich alles was keine Kleidung, Textilien oder Bücher sind. Das meiste sind dann Küchenutensilien und Geschirr, mittlerweile kenne ich mich als bestens mit „Bone China“ Teegeschirr aus Staffordshire, England aus. Nach gut 2 Monaten kann ich auch ziemlich genau den Wert verschiedenster Dinge schätzen, was sehr hilfreich ist und die Arbeit erleichtert. Man könnte denken, dass diese Arbeit 7 Stunden am Stück etwas langweilig und Monoton werden könnte, das ist sie aber ganz und gar nicht. Man bekommt sehr viele Dinge in die Hand, die man vorher noch nie im Leben gesehen hat, und manchmal auch lustige Zufälle, wie eine Tasse vom Mainzer Weihnachtsmarkt, was echt lustig ist, da die meisten meiner besten Freunde nun dort studieren und bald in genau solchen Tassen den ein oder anderen Glühwein schlürfen..

Ein großer Beitrag zu meiner Begeisterung in dieser Einsatzstelle sind meine Kollegen, die 90% weiblich und über 70 sind, aber zu den lustigsten Menschen gehören, die ich bis jetzt hier kennen gelernt habe. Ich freue mich wirklich jede Woche diese extrem lieben Damen zu treffen, und durch allerlei Gespräche vergeht die Zeit während der Arbeit wie im Flug. Ach ja, all diese Freiwilligen bekommen dafür keinen Cent und machen das in ihrer Freizeit, ohne diese fleißigen Hände könnte der Laden gar nicht existieren

Wenn wir genug Freiwillige haben, bin ich sozusagen der Mann für alles. Mittlerweile kenne ich mich in fast jedem Bereich des Ladens ziemlich gut aus und kann alle möglichen kleinere und größere Arbeiten erledigen, und werde sogar schon von einigen Kollegen um Rat bei verschiedenen Dingen gefragt, ein junger Kopf lernt wohl doch etwas schneller.. 😉

Aber wohin geht denn das ganze Geld das wir tagtäglich in diesem Laden erwirtschaften ?

Der Thriftshop gehört zu einer Organisation namens MCC, Mennonite Central Comittee. Diese führt mehrere Thrift Shops in ganz Nordamerika, welche alle zusammen dann soziale Projekte in Afrika und Südamerika unterstützen, oder auch in temporären Katastrophengebieten. Neben globalen Projekten werden aber auch ein paar kleinere Projekte in Winnipeg unterstützt.

 

Hier mal ein paar Fotos, so sieht es dann ein einem MCC Thrift Shop aus:

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Der Blick vom Eingang:

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Auch Weihnachtsdekoration haben wir schon, und die geht weg wie warme Semmel!

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Wir bieten halt fast alles an, und fast alles wird auch gekauft…

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Ein bisschen Heimat findet man auch..

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Das obligatorische Spiegel-Selfie

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Mein Arbeitsbereich im Hinterzimmer:

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Kaum etwas wird weggeschmissen, für alles gibt es irgendwie irgendwann eine Verwendung

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Sortiert wird immer in Pappkartons

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Die Werkstatt, wenn man mal etwas reparieren muss..

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und der „Kleidungstisch“

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Mittagspause wird hier gemacht, im 1. Stock

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Lagerraum sowie weitere Arbeitstische für Textilien, 1. Stock

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Was ich an meiner Arbeit im allgemeinen am meisten schätze? Die Abwechslung, dadurch dass beide Einsatzstellen sehr Facettenreich sind, ist Langeweile bis jetzt völlig fehl am Platz, ich genieße es sogar des öfteren 🙂

 

Bis Dann!

 

Stefan

 

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